Lifestyle

Wochenrückblick #3

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Es wurde still, sehr still. Keine neuen Beiträge, keine neuen Geschichten. Totenstille. Ich ließ mich nicht mehr blicken. Doch das hatte seinen Grund. Ich verbrachte wunderschöne zwei Wochen in Deutschland, bevor ich für eine Woche mit einer fiesen Erkältung das Bett hütete, gefolgt von der schlimmsten Reise meines Lebens und den zwei Wochen Prüfungen, die in ein paar Tagen endlich enden. Dass ich überhaupt von Deutschland mit dem Flugzeug wegkam, war schon ein Wunder. Zwei Tage später wurden Flüge gestrichen. Das winterliche Wetter hatte zugeschlagen.

In Südfrankreich kam das winterliche Wetter auf seine eigene Art und Weise auf mich zugestürmt. Hier wird es tatsächlich kalt. Wir erreichten Minusgrade. Irgendwie überraschend, obwohl mir ja schon gesagt wurde, dass es hier eisig sein könnte. Nicht zu vergleichen mit Deutschland. Eindeutig nicht. Dafür wärmt die Sonne dann am Nachmittag viel zu sehr. Es war trotzdem eine gute Entscheidung, ein paar Wintermäntel und – pullover mitzunehmen. Sicherheitshalber. Irgendwann funktioniert auch der ausgeklügelste Lagenlook nicht mehr.

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Story of the week

Er stolziert herum wie einer, der denkt, ihm gehöre die Welt. Ignoranter Blick, Nase zum Himmel. Zwei Typen und ein Mädchen dackeln ihm hinterher. Nicht neben ihm, nein, hinter ihm. Wahrscheinlich ungewollt. Sein Blick zu mir, ich starre zuvor mehr auf die Treppe als zu ihm, ist so voller Arroganz, das ich ihm am liebsten ins Gesicht schreien würde, du bist nichts Besseres. Diese Arroganz widert mich so an, stoßt mich ab, aber die oberflächliche Person in mir fällt nur wieder sein gutes Aussehen auf. Peinlich. Vor allem fühle ich mich in seiner Gegenwart wie der hässliche Schwan im Teich. Tue ich nie, nur wenn er in der Nähe ist. Er hat so eine negative Ausstrahlung. Bei Veranstaltungen versuche ich ihm immer aus dem Weg zu gehen, in der Masse unterzugehen. Er hat so einen herablassenden Blick, herablassende Art, er spricht auch herablassend. Das ist nicht nur mein erster Eindruck gewesen. Er ist es, auch nach mehreren Versuchen. „Er schaut aber gut aus!“ „Klappe!“, schnauze ich die Stimme in meinem Kopf an. Klar hält sie sich dran. Paar Sekunden. Dann säuselt sie weiter und lässt mich diesen dummen Text verfassen.

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