Lifestyle

Nun stapfe ich also durch die nassen Straßen, mit dem rutschigen Laub, auf dem ich bereits mehrmals fast ausgerutscht bin. Blödes Wetter. Nein, eigentlich mag ich es.

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Es regnet. Meine Jeans ist schon durchgeweicht. Trotz Regenschirm. Der Wind ist einfach zu stark und unberechenbar. Rechts, links, vorne, hinten. Er kann sich nicht entscheiden. Tropfen um Tropfen prasseln auf das Plastik des Schirmes nieder. Immer und immer wieder. Nieder auf mich. Ich wollte eigentlich den Bus nehmen. Er kam nicht. Ich entschied zu laufen. Er raste wenige Minuten später an mir vorbei. Toll. Herzlichen Dank. Nun stapfe ich also durch die nassen Straßen, mit dem rutschigen Laub, auf dem ich bereits mehrmals fast ausgerutscht bin. Blödes Wetter. Nein, eigentlich mag ich es. Aber dann bin ich zuhause, eingekuschelt in einen warmen Pulli. Nicht wie jetzt. Zu wenige Schichten an, unstabiler Regenschirm, genervt vom Bus. Die vorbeirasenden Autos machen es auch nicht besser. Die haben es trocken, ich nicht. Ich erreiche die Brücke, der Wind wird stärker. Jetzt hält der Regenschirm nicht mehr stand. Er knallt gegen mich. Ich ziehe ihn ein. Hat kein Zweck. Ich zieh mir die Mütze des Pullis und der dünnen Regenjacke über den Kopf. Jetzt ist es mir egal, wie scheise ich aussehe. Jetzt heißt es irgendwie durchstehen. Unter mir rauscht die Garonne. So laut. Der Wind ist lauter. Vermischt mit dem rasenden Verkehr. Ein Durcheinander von Geräuschen. Schritt für Schritt komme ich voran. Meine Kleidung klebt so widerlich an meiner Haut. Ich laufe weiter. Ich lasse die Brücke hinter mir. Der Wind nimmt ab. Etwas zumindest. Mein Regenschirm kann wieder zum Einsatz kommen. Jetzt sind es nur noch ein paar Meter bis zuhause. Mein Schritt beschleunigt sich. Ich will jetzt einfach nur noch heim. Ins Warme, ins Trockene. Ich sappe in eine tiefe Pfütze. auch das noch. Glück muss man haben. Aber das hält mich nicht auf. Die Schuhe sind wasserdicht. Wenigstens etwas. Wenn schon nicht meine eigentliche Regenjacke, dann wenigstens die Schuhe. Endlich erreiche ich mein Zuhause, stürme ins Haus hinein und ziehe mir am nächsten Tag eine heftige Erkältung hinzu.

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